Preisgekrönte Texte

Kreativer Beitrag, Innerer Monolog

Es ist alles so komisch hier..so kenne ich das gar nicht. Bei Oma und Opa ist das alles so anders. Es ist so still. Niemand redet. Mir ist kalt und ich fühle mich nicht gut. Soll ich etwas sagen? Ich glaube Mama und Papa geht es nicht gut. Ich denke, ich sollte etwas sagen…

Vielleicht lasse ich es doch lieber sein. Was soll ich eigentlich mit den ganzen Büchern machen? Muss ich die alle lesen? Ich würde viel lieber mit Autos spielen..anstatt dieses doofe Buch zu lesen. Dann sind das auch noch so viele. Ich möchte nur noch hier weg. Ich frage mich, wie Mama und Papa diese Stille aushalten. Wenn keine Stille herrscht, dann reden sie über Sachen, die ich eh nicht verstehe..ich glaube, dass meine neue Oma und mein neuer Opa mich nicht lieb haben. Ich möchte zu meiner richtigen Oma. Ich will nur noch hier weg. Ich fühle mich hier so unwohl. Ich hoffe, dass wir hier nie wieder her müssen. Das wünsche ich mir..ich hoffe, dass Mama das auch so sieht..sie haben mich doch eh nicht lieb, also was soll ich dann hier? Ich werde einfach warten, bis das endlich vorbei ist..und wir gehen können..Nie wieder will ich hier her kommen..ich hoffe, dass es Mama und Papa auch so geht. Ich weiß, dass sie es vor allem aus Liebe zu mir machen. Aber ich möchte das nicht. Das sind nicht meine Großeltern.

Eure Tuana 🙂

2 Kommentare

  1. Mico-Lotta Lang

    Der innere Monolog gibt einen kleinen Einblick in die Gedankenwelt von Mimi. Ich finde diesen gut geschrieben, denn die Gefühle von Mimi werden aufgezeigt und können in diesem kurzen Monolog trotzdem gut nachvollzogen werden. Deswegen ist die Länge meiner Meinung nach auch sehr passend, da sie kurz zusammenfasst, was Mimi in diesem Moment fühlt.

    • Isabell Tobergte

      Ich kann mich dem Kommentar von Mico-Lotta Lang nur anschließen. Ich finde das dir der innere Monolog sehr gut gelungen ist. Als Leser kann man sich direkt in das Geschehene hineinversetzen.

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