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Kategorie: Such dir was aus, aber beeil dich!

Bookslam

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Hallo, hier findest du die Rezension zu dem Buch “Such dir was aus, aber beeil dich – Kindsein in 10 Kapiteln” von Nadia Budde. Die Rezension ist ein kurzer Film in Form eines Bookslams. Der Sprecher in dem Bookslam ist das Buch selber, welches seine Kapitel zu Wort kommen lässt, damit sie sich dir vorstellen. Viel Spaß beim Zusehen und Kennenlernen des Buches!
Deine Ecem 🙂

P.S.: Um das Video anschauen zu können, ladet euch einfach die Datei herunter und schaut es am besten auf einem Computer oder Laptop an, um die Datei auch wirklich öffnen zu können.

Such dir was aus, aber beeil dich! Kindsein in zehn Kapiteln.

– Nadia Budde (Preisträger 2010)

• Jurybegründung vom Arbeitskreis Jugendliteratur (Lorin)
Die Jury lobt die Art und Weise wie Nadia Budde ihren Roman „Such dir was aus, aber beeil dich“ dargestellt hat. Sie bewertet ihren Roman sehr sinnlich und hebt vor allem das Positive daraus, dass die Leser sich an den richtigen Punkten durch Leerstellen ihre eigene Deutung schaffen können, wie es in anderen Romanen nicht üblich ist. Die Jury hebt vor allem vor, dass es in dem Roman nicht nur um biographische Kindheitserzählungen geht, sondern um die eigene Kindheit in der DDR der 1960er und 1970er Jahre und eine Reflexion dessen was Kindheit eigentlich ist. Laut der Jury geht es um das eigentliche Kind sein und darum welche Wahrnehmungen und welches typische Verhalten ein Kind hat. Der Bezug zu der DDR spielt bei der Jurybewertung nur eine kleine Rolle. 

Online verfügbar unter: https://www.jugendliteratur.org/buch/such-dir-was-aus-aber-beeil-dich-99-9783596808328/?page_id=1. Letzter Zugriff: 14.05.2020.

• Rezension von Jugendbuchtipps.de – Ulf Cronenberg, 22. Mai 2009. (Ecem)
Die Rezension beginnt mit einer Spekulation über den Geburtsort der Autorin, Nadia Budde. Der Fischerverlag gibt an, dass sie in Berlin geboren wurde, woraufhin Cronenberg spekuliert, es müsse sich dabei um Ostberlin handeln, da viele Episoden des Buches ein Leben in der DDR thematisieren. Cronenberg lobt an Nadia Buddes Buch, dass sie die Wirklichkeit der DDR, welche in der Regel sehr ernst zu nehmen sei, mit seinen Worten „auf die Schippe nimmt“ und sich einen Scherz aus ihnen erlaubt. Dass Budde dabei ironisiert und dabei sogar sarkastisch und teilweise zynisch schreibt, ohne dabei den liebevollen Blick auf die Kindheit in der DDR zu verlieren, macht einen wichtigen Teil seiner Bewertung aus. Dennoch spielt die Zusammenarbeit zwischen Text und Bild, sowie das Spiel mit der Sprache sowie eine Beurteilung des Covers eine wichtige Rolle in Cronenbergs Rezension. Zusammengefasst macht die Darstellung bzw. der Bezug zur DDR ungefähr die Hälfte der Einschätzung zum Buch aus.

Online verfügbar unter: https://www.jugendbuchtipps.de/2009/05/22/buchbesprechung-nadia-budde-such-dir-was-aus-aber-beeil-dich/. Letzter Zugriff: 14.05.2020.

• Bewertung der Einschätzungen (Ecem)
Zur Jurybegründung

Der Jurybegründung ist sehr gelungen und spricht wichtige Punkte des Buches an. Durch wichtige Leerstellen wird Raum dazu geschaffen, dass sich der/die Leser/in eigenständige Gedanken machen kann. Beispielsweise folgen im Kapitel Stadttod und Landtod am Ende zwei Seiten ohne Schrift, bloß mit Bildern. Hier ist eine Deutung der Leser/innen notwendig, um zu wissen, wie die Geschichte bzw. das Kapitel ausgeht.

Auch ist die Erzählung der Kindheit keine biographische, sondern eine Erzählung über das allgemeine Kindsein in der DDR. Eine ganze Doppelseite besteht aus Beschreibungen des Kindseins: „Kindsein war: hinfallen, im Tunnel schreien, ins Badewasser pinkeln, Läuse haben […].“ Die typischen Wahrnehmungen und typisches Verhalten von Kindern wird, wie auch in der Jurybegründung steht, lobenswert dargestellt.

Zur Rezension

Nadia Budde beschreibt ernste politische Themen, mit einem sarkastischen Ton und erlaubt sich einen Spaß aus ihnen. Auch lässt sie dabei nicht die Kindheit aus dem Auge und bringt die beiden Bereiche Politik und Kindheit ironisch zusammen. „In der Mitte wohnte Frau Lange, die Hausvertrauensfrau mit dem Hausbuch*, und der Hausmeister, der manchmal im Fahrstuhl pupste. *Im Hausbuch waren alle Mieter verzeichnet. Bekam man Westbesuch, musste dieser ins Hausbuch eingetragen werden. Oft wusste die für das Hausbuch zuständige Person schon vor dem Eintrag, wer zu Besuch kam.

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